Posts filed under ‘Gesellschaft’

Nicht für die Schule lernen wir … hoffentlich!

Jeder hat in seiner Schulzeit viel Unsinn gelernt, aber die meisten Schulbücher waren wenigstens nur mißverständlich und nicht einfach falsch. Die meisten Deutschen würden vermutlich zurecht protestieren, wenn Nur eine Illusion? Biologie und Design (Rammerstorfer) im Biologie- oder Why a Flat Earth im Physikunterricht eingesetzt würde.

Nun aber berichten die NachDenkSeiten folgendes:

Die Gymnasiallehrerin für Politik/Wirtschaft, Bettina Walter, berichtet in ihrer Mail an uns (siehe unten), dass sie die Informationen unserer kritischen Internetseite für den Unterricht und zur Information ihrer Schülerinnen und Schüler nutzt und auch feststellte, dass Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulen von diesem Angebot Gebrauch machen.

Also bedient sich die gute Frau Walter einer Seite, die Verschwörungstheorien, links-linke Propaganda und ökonomisches Unwissen publiziert. Selten findet sich dazwischen ein brauchbarer und stimmiger Artikel, die Autoren dort sortieren sehr professionell die Spreu vom Weizen — und veröffentlichen die Spreu.

Die Konzepte der Gegenöffentlichkeit erinnert übrigens sehr an Deprogramming the masses since 1547, nicht?

Februar 3, 2009 at 9:55 pm Hinterlasse einen Kommentar

Zensur!

Die NachDenkSeiten probieren mal wieder ein Wort umzudefinieren. Heute: Zensur. Sie halten es sogar für die „Manipulation des Monats“. So tragisch ist es zwar nicht, aber die ständige Umdeutung von Begriffen ist ein großes Ärgernis.

Ist es Zensur, wenn Zeitungen meine Leserbriefe nicht abdrucken? Eben.

Januar 29, 2009 at 7:38 pm Hinterlasse einen Kommentar

F*cked up

Bailout hier, Bailout da. Deutschland rettet Banken und teilverstaatlicht die Commerzbank, die USA retten auch Banken und Automobilkonzerne, jetzt frägt eine andere wichtige Industrie in den USA nach ihrem Rettungspaket. Voll porno!

Januar 8, 2009 at 11:02 pm 1 Kommentar

Verboten – der etwas andere Jahresrückblick 2008

Dezember 19, 2008 at 10:05 pm Hinterlasse einen Kommentar

Mediale Dominanz: NDS über JBK

Die NachDenkSeiten decken wieder mal einen ganz, ganz großen Skandal auf, nämlich, dass „konservative“ und „neoliberale“ Propaganda im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, speziell bei Johannes B. Kerner. Dazu wird ein Leserbrief von M.N. abgedruckt, der dieses verschwörerische Spiel natürlich durchschaut hat. Denn dank täglichem Konsum der NDS ist er ja jetzt total kritisch mit Medien.

Und sowas kommt dann dabei heraus:

An dieser Stelle sei der Fokus auf jene handwerkliche Unaufmerksamkeit der Technik gelenkt, die das ganze Gespräch als eine prächtige Inszenierung entlarvt. Los geht es bei Minute 17:50. Peter Hahne gibt einen Allgemeinplatz über Demut in der Politik zum Besten und beklagt die Unsitte, dass politisches Scheitern mit politischem Machtstreben korreliert, sprich Versager in der Politik zu lange an ihren Sesseln kleben. Plötzlich trällert ihm Michel Friedman ins Wort und kräht den Namen der hessischen Oppositionskandidatin Andrea Ypsilanti. Ach ja, wir haben ja ein höchst aktuelles Beispiel für diesen Verfall der Sitten. Dass Peter Hahne nicht sofort darauf gekommen ist! Egal, sein Anliegen hat nun Gesicht und Namen (unserem Nachhilfe-Lehrer in politischer Bildung Michel Friedman sei Dank). In seiner kindlichen (eher kindischen) Begeisterung vergisst Johannes Kerner seine Pflichten eines aufgeweckten Journalisten nicht: “Moment, die ist ja gar nicht reingekommen ins Amt fällt mir gerade ein?” Bumm, tatsächlich, wie konnte sich denn diese Ungenauigkeit einschleichen?. Kein Problem, wir haben ja Michel Friedman: „Ja, aber sie sitzt ja noch immer als Partei- und Landesvorsitzende herum.” Stimmt auch, wir sind ja schon still. Die völlig pervertierte Gesprächsführung äußert sich vor allem darin, dass bar jeder Logik die Person Andrea Ypsilantis mit Eigenschaften besetzt wird, die 1 zu 1 auf das Verhalten des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch übertragen werden können und scheinbar keinem in der Gesprächsrunde dieser Widerspruch auffällt, es erst gar keine Gegenposition gibt.

Mag ja sein, dass dieses Verhalten auch auf Ronland Koch übertragbar ist, aber wieso das ein Widerspruch ist zu dem eine Gegenposition aufgebaut werden müsse, erschließt sich mir leider nicht. Wenn Zahlen größer als 10 diskutiert werden und jemand als Beispiel für eine solche Zahl die 12 nennt, dann muss man nicht noch einwerfen, dass die 14 auch diese Eigenschaften erfüllt.

Wenn man schwer in der Parteipolitik steckt, dann kann man es mit einem gewissen Recht für eine unausgewogene Position halten, aber „bar jeder Logik“ ist es nicht. Dazu kommt, dass es sogar Sinn ergibt, über die SPD zu reden, wo doch schließlich die abtrünnigen SPD-Mitglieder auch in der Runde herumsitzen.

Fazit: Innerhalb von nicht einmal 20 Sekunden ist dieses Glanzstück an Improvisation sicher nicht zu bewerkstelligen. Der gesamte Auftritt folgte einem minutiös umgesetzten Drehbuch, welches darauf zielte die Thesen der Herren Hahne und Friedman mit den technischen Möglichkeiten eines Studioauftritts zu unterstreichen. Ohne das konzertierte Wirken von Gästen, Moderator, Regie und Technik wäre dieser synchronisierte Auftritt nicht möglich gewesen.

Das erfüllt alle Kriterien für eine Verschwörungstheorie („Zentralsteuerungshypothese“) und ist wieder ein hübsches Beispiel, dass menschliche Gehirne gerne dort Muster finden, wo gar keine sind oder sein müssen. Damit disqualifiziert sich sowohl der Autor, wie auch der Veröffentlicher.

Das ganze ist sogar besonders lustig, wenn man sich den ersten Teil des Filmchens ansieht, weil da werden die Phrasen von „sozialer Gerechtigkeit“, „Gott und Moral“ und „Umverteilung“ rauf und runter gedroschen. NDS und ihre Leserbriefschreiberlinge ist nicht nur auf mindestens einem Auge totblind, dazu demonstrieren sie auch noch mangelnde Kenntnisse über Aussagenlogik und Verschwörungstheorien. Ist das wirklich das beste, was die „moderne-kritische Linke“zu bieten hat?

Dezember 6, 2008 at 1:29 pm Hinterlasse einen Kommentar

Fiese Sache: Intellektuelle Stimmung zum Markt

Im Kapitalismus sind auch die Intellektuellen den Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterworfen. Deshalb ist die Marktwirtschaft bei ihnen besonders unbeliebt.

Mehr gibts hier (von Michael Miersch). Zusätzlich auch noch: hier (von Friedrich Hayek) oder hier (von Robert Nozick).

Aber ich würde noch einen Schritt weitergehen als Michael Miersch:

Es ist verständlich, dass es schwerfällt, den Markt zu mögen. Aber man könnte sich ab und zu daran erinnern, welche Vorteile er bietet.

Es fällt gar nicht so schwer, „den Markt“ zu mögen. Kapitalismus ist das einzige System, das es jedem Menschen, egal ob männlich oder weiblich, schwarz oder weiß ermöglicht, mit seinem Leben zu machen, was er möchte, so lange er nicht andere Leute rechtswiedrig daran hindert, das gleiche zu tun. So etwas kann in einem sozialistisch-planwirtschaftlichem System gar nicht funktionieren.

Dezember 3, 2008 at 1:21 pm Hinterlasse einen Kommentar

Wann, wenn nicht jetzt, ist die Stunde der Ordnungspolitik?

Die Haltung der bayerischen Liberalen wirft Licht auf das ganz normale Elend der FDP. Harte Ordnungspolitik war immer nur dran, wenn es gegen überhöhte Lohnforderungen der Gewerkschaften ging. Stehen aber die Privilegien der Freiberufler zur Debatte, schweigen die Liberalen. Und eine Initiative zur Privatisierung der Landesbanken mangels eines eigenen Geschäftsmodells sucht man in ihren Parteiprogrammen vergeblich. Die Stunde der Ordnungspolitik schlägt für die FDP immer nur dann, wenn es nicht um die eigene Klientel und die Gefährdung der eigenen Macht geht.

Rainer Hank hat wieder mal recht.

Dezember 1, 2008 at 9:24 am Hinterlasse einen Kommentar

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